Oldenburg - Fünf Tore und der erste Sieg der Saison: Der VfB Oldenburg hat sich durch das 5:2 (4:1) gegen Teutonia Ottensen den Frust von der 0:2-Auftaktniederlage gegen Eintracht Norderstedt von der Seele geschossen. Das sind die Reaktionen auf den Heimsieg vor 2618 Zuschauern im Marschwegstadion.

Fuat Kilic (Trainer VfB): „Ich möchte mich zuerst bei den vielen Fans für die Anteilnahme am Tod meines Vaters bedanken. Ich habe sehr viel Kraft daraus schöpfen können. Wir haben uns nach dem verpatzten Start vorgenommen, mit einer anderen Einstellung und Leidenschaft auf den Platz zu kommen. Wir haben die Schwächen des Gegners gut nutzen können. Ich bin sehr zufrieden. Wir haben gute Ballpassagen und Geduld gehabt. Wir haben den Gegner auf den Flügeln vor Probleme gestellt und ihn durch tiefe Laufwege geknackt. Wir hätte noch zwei, drei Tore nachlegen müssen nach der Pause.“

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Nabil Toumi (Trainer Teutonia): „Das war nicht der Einstieg, den wir uns gewünscht haben. Wir liegen sehr, sehr schnell 0:3 zurück. Dann schwächen wir uns durch Gelb-Rot selbst. Die restlichen zehn Spieler haben es dann ordentlich gemacht. Die zweite Halbzeit war vom Einsatz her vernünftig, aber wir haben viel zu viel zugelassen. Das müssen wir schnell abstellen, sonst wird es nicht so leicht.“

Markus Ziereis (VfB-Torschütze): „Zwar habe ich mein erstes Tor in der jungen Saison erzielt, viel wichtiger ist es aber, dass wir heute eine Reaktion auf das Spiel in Norderstedt gezeigt haben. Die Reaktion war extrem wichtig, denn in Norderstedt haben wir bodenlos gespielt. Wir haben heute gezeigt, dass wir von der ersten Minute an da gewesen sind. Daraus lernt man auch. Wenn man so wie wir von der ersten Minute an gleich da und griffig ist, dann hat der Gegner auch keine Chance. Wir haben Teutonia keine Luft zum Atmen gegeben. In erster Linie sind wir froh, dass wir fünf Tore gemacht haben. Natürlich hätten wir auch mehr Tore machen können. Bei beiden Gegentoren haben wir natürlich schlecht verteidigt.“

Spielbericht
Waren die beiden auffälligsten Oldenburger: Marc Schröder (links) und Rafael Brand

SIEG GEGEN OTTENSEN Schröder und Brand brennen Offensiv-Feuerwerk mit VfB Oldenburg ab

Lars Blancke
Oldenburg

Patrick Möschl (VfB-Verteidiger): „Das erste Tor heute war so richtig der Gamechanger für uns. Wir waren befreit, wir waren beflügelt, wir haben uns bewegt, wir haben keinen Schnickschnack gespielt, wir haben nach vorne gespielt. Im Endeffekt müssen wir uns sagen, wir hätten noch mehr Tore schießen müssen. Wir haben über einen möglichen Fehlstart gar nicht nachgedacht. Wir haben gesagt, es war kein gutes Spiel letzte Woche, jetzt haben wir das erste Heimspiel, jetzt sind unsere Fans da und da wollen wir Gas geben. Jetzt kommt am Mittwoch Kickers Emden. Das wird ein ganz anderes Spiel. Abends, Flutlicht, viele Fans – da freuen wir uns richtig drauf.“

Jason Tomety-Hemazro (VfB-Zugang von Teutonia Ottensen): „Ein paar Jungs von Ottensen kannte ich noch. Aber sonst ist es ja eine ganz neue Truppe. Es war heute ein echt schönes Gefühl, hier im Stadion mit den eigenen Fans im Rücken. Die haben ja eine echt geile Stimmung gemacht. Ich fühle mich hier richtig wohl und freue mich auf die nächsten Spiele. Uns war auch klar, dass wir nach dem Norderstedt-Spiel aufwachen mussten. Ist uns ja auch gut gelungen.“

Interview
Schilderten ihre Pläne für die Zukunft: (von links) VfB-Sportleiter Sebastian Schachten und VfB-Geschäftsführer Michael Weinberg im Gespräch mit NWZ-Sportredakteur Lars Blancke

„ICH BEZEICHNE UNS ALS START-UP MIT TRADITION“ So erklären Geschäftsführer Weinberg und Sportleiter Schachten den VfB-Zukunftsplan

Lars Blancke
Vorbericht
Zu selten wurde Oldenburgs Markus Ziereis (am Ball) bei Eintracht Norderstedt in Szene gesetzt.

VFB OLDENBURG VOR ERSTEM HEIMSPIEL Trainer Fuat Kilic mag „patsch, patsch für den positiven Touch“

Lars Blancke Wolfgang Wittig
Oldenburg
Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion