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nordwest-zeitung

Wirtschaft in Ostfriesland Die Gemeinden Ihlow und Moormerland planen ein 200 Hektar großes Gewerbegebiet zwischen Riepe und Oldersum

Zwischen Oldersum und Riepe soll ein 200 Hektar großes Gewerbegebiet entstehen.

Zwischen Oldersum und Riepe soll ein 200 Hektar großes Gewerbegebiet entstehen.

Jens Wolf/dpa-Symbolbild

Ihlow/Moormerland - Die Gemeinden Ihlow und Moormerland planen etwas Großes. Die Rede ist von einem 200 Hektar großen interkommunalen Gewerbegebiet zwischen Oldersum und Riepe nahe der A31. Beide Gemeinden benötigen dringend Gewerbeflächen, sagte Ihlows Bürgermeister Arno Ulrichs im Gespräch mit unserer Redaktion und erklärte – auch im Namen der Gemeinde Moormerland –, was der derzeitige Planungsstand ist.

Große Flächen werden benötigt

„Das Gewerbegebiet Riepe-Leegmoor ist gut gewachsen, stößt inzwischen aber an seine Grenzen“, sagte das Ihlower Gemeindeoberhaupt. „Unternehmen, die sich vergrößern wollen, können keine Flächen angeboten werden und dadurch gab es auch schon Abwanderungen.“ Die Gemeinde hatte daraufhin Flächen für eine Vergrößerung in den Blick genommen, allerdings wären dort nur maximal 40 Hektar möglich gewesen. „Aus Gesprächen mit dem Landkreis Aurich wurde dann deutlich, dass alleine für die Ansiedlung von Unternehmen der Energiewende große Flächen benötigt werden“, so Ulrichs weiter. Da die Gemeinden Ihlow und Moormerland in einem guten Austausch miteinander stehen wurde deutlich, dass auch dort Gewerbeflächen benötigt werden und so fiel letztendlich der Entschluss, gemeinsam an einem interkommunalen Gewerbegebiet zu arbeiten.

Drei Bauabschnitte

Dabei geht es konkret um 200 Hektar Fläche zwischen Oldersum (Gemeinde Moormerland) und Riepe (Gemeinde Ihlow), die angepackt werden sollen. „Beide Gemeinden haben dort Flächen, die sich quasi wie eine Faust um die A31 schließen“, erklärte Ulrichs. Angedacht ist, dass Gewerbegebiet im Rahmen dreier Bauabschnitte wachsen zu lassen. Der erste Abschnitt soll an der südlichen Ecke zwischen der K111 und der L1 erschlossen werden und rund 35 Hektar umfassen. Wann die Erschließungsarbeiten beginnen können, vermochte Ulrichs allerdings noch nicht zu sagen, da auch Flächen angekauft und Untersuchungen – beispielsweise zum Lärmschutz und der dortigen Flora und Fauna – sowie Kartierungen durchgeführt werden müssten. Als Zielmarke für den ersten Abschnitt des Gewerbegebietes wurde 2027 gesetzt. „Allerdings unter Vorbehalt“, so der Ihlower Bürgermeister.

„Strahlkraft“

Er lobte die gute Zusammenarbeit mit Moormerland und betonte, dass beide Landkreise (Aurich und Leer) hinter dem Vorhaben stehen würden und das bereits die Abgeordneten von Land und Bund informiert wurden. „Wirtschaftsminister Olaf Lies hat bereits Unterstützung zugesagt“, so Ulrichs. Und weiter: „Das zeigt, dass es sich hierbei um ein wichtiges Projekt handelt, das Strahlkraft für die gesamte Region besitzt“. Auch einige Unternehmen hätten bereits Interesse bekundet.

Wie Jörg Lorenz, Erster Gemeinderat in Moormerland, auf Nachfrage unserer Redaktion sagte, sei das Thema Energie im Zusammenspiel mit Wirtschaft und Gewerbe von großer Bedeutung. „Und so erhoffen wir uns natürlich auch die Ansiedlung größerer Betriebe, was uns, also Ihlow und Moormerland, zukünftig helfen kann, was aber auch für die Region ein Plus darstellen kann.“

Wollen ein Wärmenetz für das Gewerbegebiet in Schirum: Timo Müller (Born - Ermel Ingenieure), Tim Oltmanns (B-Plast 2000), Prof. Dr. Jan Handzlik (Hochschule Emden/Leer), Arne Bohlen (B-Plast 2000). Miriam Leibing, Ann-Kathrin Meyer, Torben Sommer (Hochschule Emden/Leer) und Tjarko Tjaden (Stadt Aurich).

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