Oldenburg - Etwa 7000 Menschen sind am Sonntag in Oldenburg laut Angaben der Veranstalter bei einer Demonstration gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Die Polizei zählte 5000 Demonstranten. Mit bunten Plakaten zogen sie nach einer Versammlung auf dem Schlossplatz einmal rund um die Innenstadt.
Zuvor hatten Vertreter aus Flüchtlingsorganisationen und Beratungsstellen Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft gefordert. Angesichts der Deportationspläne rechtsextremer Politiker und ihrer Unterstützer sei es an der Zeit, deutliche Zeichen zu setzen. „Macht eure Position in der Familie, bei der Arbeit und im Netz deutlich. Setzt um, was auf euren Plakaten steht. Demokratie ist ein Gemeinschaftsprojekt“, sagte eine Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle gegen Rechts aus Oldenburg in ihrer Rede. „In Zeiten wie diesen sollte man außerdem nicht an politischer Bildung sparen. Das sind Kürzungen an eurer Demokratie“, erklärte sie weiter.
„Die AfD steht nicht für die stille Mehrheit“
„Ich stehe hier als Schüler. Ich mache mir Sorgen um meine Zukunft“, richtete der 17-jährige Konstantin Witt sich an das Publikum. „Die AfD steht nicht für die stille Mehrheit und nicht für das Volk“, machte er deutlich. Eindringlich waren anschließend auch die Worte einer gebürtigen Iranerin. „Der Abschiebungsstopp in den Iran wurde im Januar aufgehoben. Ich frage mich, wo bin ich nun sicher?“
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von Reeken
Demo gegen Rechtsextremismus
Torsten von ReekenDemo laut Polizei ruhig verlaufen
Die Polizei hielt sich während der Demonstration im Hintergrund. Der Einsatzleiter bestätigte am Abend einen ruhigen Verlauf der Veranstaltung.
Angemeldet worden war die Demonstration von einem Bündnis aus 40 Partnern aus vielen gesellschaftlichen Bereichen der Stadt. Die Unterstützer reichten von politischen Parteien fast des gesamten Spektrums (von Die Linke bis zur CDU) über Studentenorganisationen und soziale Einrichtungen bis hin zur Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Oldenburg und Caritas.