Jade–weser-Hunte - Mit drei Spielen wurde am Sonntag der 17. und letzte Spieltag der Fußball-Kreisklasse Jade-Weser-Hunte für 2024 beendet. Bis zum 24.November sollen noch einige Nachholspiele absolviert werden. Der WSC Frisia II und der VfL Wilhelmshaven trennten sich Derby mit einem 3:3-Remis. Der 1.FC Nordenham schoss die Gäste vom SV Ofenerdiek mit 7:1 zurück nach Oldenburg währenddessen sich der FSV Jever und der TV Metjendorf mit einem 2:2-Remis die Punkte teilten
WSC Frisia II - VfL Wilhelmshaven 3:3 (1:3)
In einem spannenden Derby sahen die Zuschauer zwei unterschiedliche Halbzeiten. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen bereits nach vier Minuten in Führung, die jedoch nur drei Minuten später ausgeglichen wurde. „Wir haben das Spiel dann komplett aus der Hand gegeben und kaum noch Zugriff bekommen“, sagte Frisia-Coach Ali Chakroun. Die Gäste nutzten das zu zwei weiteren Toren, sodass es mit einem 3:1-Vorsprung des VfL in die Pause ging. Allerdings, ab der 35.Minute mussten die Gäste nach einem Platzverweis in Unterzahl agieren. In der zweiten Hälfte übernahmen dann die Gastgeber das Geschehen auf dem Platz. „In der ersten Hälfte haben wir zu viele Fehler im Mittelfeld gemacht, die wir nach einer Umstellung zur zweiten Hälfte abstellen konnten“, sagte Chakroun. Es dauerte aber bis zu 87.Minute, ehe ein Elfmetertreffer das 2:3 brachte, den Schlusspunkt zum 3:3-Endstand setzten die Gastgeber in der Nachspielzeit. „Aufgrund der ersten Hälfte ist das 3:3 OK, aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Sieg gerecht gewesen, denn wir hatten auch nach dem 3:3 noch gute Chancen“, sagte der Frisia-Coach. „Leider überwintern wir auf einem Abstiegsplatz, aber wir werden zur Rückserie noch unsere Punkte holen“. Die Gäste haben indes in Unterzahl gut geschlagen. „In der ersten Hälfte waren wir die klar bessere Mannschaft und auch im zweiten Durchgang haben wir das Spiel mindestens ausgeglichen gestaltet“, sagte VfL-Coach Lukas Wysiecki, der den Elfmeter zum 2:3 als „eher fragwürdig“ beschreibt. „Am Ende können und müssen wir aber mit dem 3:3 leben. Vom Spiel her war sicher mehr drin“.
Tore: 1:0 Zaage (4.), 1:1 Jaku (7.), 1:2 Kluth (19.), 1:3 Stresow (28,), 2:3 Kregel (87./FE), 3:3 Hartmann (90.+3.)
Rote Karte VfL WHV: 35. Jaku
1.FC Nordenham - SV Ofenerdiek 7:1 (2:0)
Im letzten Ligaspiel 2024, zudem zu Hause am Plaatweg war das Ziel der Nordenhamer, ein überzeugender Sieg. Dieses Ziel wurde erreicht, die Oldenburger hatten nichts zu bestellen und so stand am Ende ein souveräner 7:1-Erfolg zu Buche. Stand es zur Pause nur 2:0, ließen die Gastgeber im zweiten Durchgang nicht nach und erzielten die weiteren Treffer. „Der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet und einige der Tore waren wirklich schön heraus gespielt“, sagte Michael Hedemann, Co-Trainer der Nordenhamer. Aber, auch bei dem klaren Sieg gab es einen Punkt, der Hedemann etwas wurmt. „Das Gegentor nach dem 7:0 war völlig unnötig und natürlich ist es ein wenig ärgerlich. Aber, wichtig war ja, dass die Jungs eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, noch einmal alles für den Sieg geben und das haben sie. So können wir gut in die Winterpause gehen“, sagte Hedemann, der sich dann mit der Mannschaft zum Abschluss-Essen verabschiedete. Gästetrainer Nils Reckemeier war indes angefressen. „Das war ein blutleerer Auftritt von uns. So präsentiert sich ein Absteiger“. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt vier Punkte und noch sind vierzehn Spiele zu spielen.
Tore: 1:0 Alkan (8.), 2:0, 3:0 Azad (21./52.), 4:0 Hedemann (63.), 5:0 Acar (64.), 6:0 Richter (70.), 7:0 Hedemann (80.), 7:1 Karbowski (82.)
FSV Jever - TV Metjendorf 2:2 (1:1)
Die Gastgeber kamen gegen das Tabellenschlusslicht nicht über eine Punkteteilung hinaus. Für die Jeveraner war es das dritte Remis der laufenden Saison in einem Spiel, vor dem FSV-Teammanager Lutz Hagestedt schon vor dem Anpfiff etwas Magenschmerzen hatte. „Ich hatte ein komisches Gefühl, das sich aber änderte, als ich die Mannschaft habe spielen sehen“, sagte Hagestedt. Ahnen konnte der da aber noch nicht, das er am Ende ein wenig sprachlos war. Der FSV Jever war die spielbestimmende Mannschaft, lag aber nach 26 Minuten durch Michael Vögel zurück. Dank eines Treffers von Dominik Öltermann ging es mit einem 1:1 in die Pause, doch auch im zweiten Durchgang waren es die Ammerländer, die erneut durch Michael Vögel in Führung gingen. Schließlich war es FSV-Kapitän Torben Remmers, dem in der 85.Minute der Treffer zum 2:2-Endstand gelang. „Es passiert nicht oft, aber heute fehlen mir die Worte, wie wir dieses Spiel nicht gewinnen konnten“, sagte Lutz Hagestedt. Der FSV sei sehr dominant gewesen, habe ein Chancenplus gehabt, doch war eines heute sehr auffällig. „Die Chancenverwertung war heute Mangelhaft und ungenügend. Metjendorf macht aus drei Chancen zwei Tore, wir machen aus sieben oder mehr Chancen zwei Tore. Schon vor unserem Rückstand müssen wir führen. Heute haben wir auf jeden Fall zwei Punkte liegen lassen“. Vielleicht können sich die Jeveraner in ihrem letzten Spiel im Derby gegen die SG Wangerland am kommenden Sonntag den Frust von der Seele schießen. Die Wangerländer haben in ihren beiden letzten Spielen immerhin zehn Gegentore kassiert. Ganz wichtig war der Punkt für die Gäste im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir hatten einen personellen Engpass und mussten auch auf einigen Positionen umstellen. Die Jungs haben das aber richtig gut weggesteckt und mit einer starken Teamleistung einen nicht unverdienten Punkt geholt und erarbeitet“, sagte Gästecoach Sebastian Martini. „In unserer Situation ist jedes Spiel ein schweres Spiel aber wir nehmen diese Spiele an. Jever hat nur mit langen Bällen agiert und die kann man halt nicht durchweg verteidigen. Wir konnten aber zwischendurch immer für Entlastung sorgen und selbst Akzente setzen. Diesen Punkt haben sich die Jungs redlich verdient. Ein großes Lob geht an Sönke Jonokat, der wirklich alles verteidigt hat, was in seine Richtung kam. Gerade in der Schlussphase in der unsere Kräfte schon weniger wurden, hat die Mannschaft als Team diesen Punkt geholt“.
Tore: 0:1 Vögel (26.), 1:1 Öltermann (38.), 1:2 Vögel (73.), 2:2 Remmers (85.)