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nordwest-zeitung

Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen Carlotta Ingenerf gewinnt fünf DM-Medaillen

Gewann fünf Medaillen: die ehemalige WSCerin Carlotta Ingenerf (links)

Gewann fünf Medaillen: die ehemalige WSCerin Carlotta Ingenerf (links)

Patrick Wallbaum

Wardenburg - Bei ihrem sechsten und gleichzeitig letzten Start auf einer deutschen Jahrgangsmeiserschaft im Schwimmen war Carlotta Ingenerf so erfolgreich wie noch nie. Die ehemalige Schwimmerin des Wardenburger SC, die mittlerweile für W98 Hannover startet, brachte insgesamt fünf Medaillen mit heim. Starke Leistungen zeigte zudem Nevio Peters als einig verbliebener WSC-Schwimmer.

Neue Superlativen

Unter dem Strich boten die Meisterschaften in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) Berlin noch einmal neue Superlativen. 306 Vereine hatten 1475 Schwimmerinnen und Schwimmer der Jahrgänge 2006 bis 2011 gemeldet, die sich im Vorfeld über Bestenlisten für diese DM qualifizieren mussten. Alleine in den Vorläufen ergaben sich bereits 4839 Starts.

Starke Leistungen und Bestleistungen bei der DM: Nevio Peters

Starke Leistungen und Bestleistungen bei der DM: Nevio Peters

Der 16-jährige Nevio Peters hatte sich über vier Strecken qualifiziert und zeigte in Berlin eine ganz starke Performance. In jedem Rennen unterbot er seine bisherigen Bestzeiten deutlich. Am ersten Wettkampftag standen die 200 m Schmetterling auf dem Programm. Hier steigerte sich Peters um fast fünf Sekunden und belegte in 2:16,43 Minuten Platz 15. Seine beste Platzierung gelang ihm einen Tag später über die 800 m Freistil mit Rang zahn (8:54,80) – eine Steigerung von fast 14 Sekunden. Mit Platz 17 über 200 m Freistil (1:59,47) sowie Rang zwölf über 100 m Schmetterling (0:59,55) rundete er eine sehr erfolgreiche Jahrgangs-DM ab, bevor es für ihn im kommenden Schuljahr nach Kanada geht, um dort Schule und Schwimmsport ideal zu kombinieren.

Neue Bestleistungen

Carlotta Ingenerf (Jahrgang 2006) war mit ihrer Ausbeute eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen der Meisterschaften. Beeindruckend war dabei ihre Vielseitigkeit, da sie in mehreren Disziplinen Podiumsplätze errang. Am ersten Tag steigerte die 18-Jährige im Finale ihre Bestzeit über 200 m Rücken um zwei Sekunden auf 2:17,96 Minuten und gewann Silber hinter der offenen deutschen Meisterin Lise Seidel aus Chemnitz. Auch die 400 m Lagen am Folgetag brachte die erhoffte Silbermedaille (4:54,42). Tags darauf ging sie gleich über zwei Strecken an den Start. Über 200 m Lagen und 200 m Brust qualifizierte sich Ingenerf jeweils für das Finale. Dabei gewann sie über die 200 m Lagen wiederum Silber (2:21,32) und verpasste nur denkbar knapp ihren ersten Titel.

Gewann fünf Medaillen: die ehemalige WSCerin Carlotta Ingenerf

Gewann fünf Medaillen: die ehemalige WSCerin Carlotta Ingenerf

Sehr überraschend kam derweil die Bronzemedaille über 200 m Brust. Hier verbesserte sie in sehr guten 2:38,14 Minuten ihre mittlerweile schon fünf Jahre alte Bestzeit. In ihrem letzten Finale über die 100 m Schmetterling wuchs die ehemalige Wardenburgerin noch einmal über sich hinaus. Als Siebte an der 50-m-Wende schwamm sie eine ganz starke zweite Bahn und gewann in 1:03,37 ihre vierte Silbermedaille bei dieser Meisterschaft.

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