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nordwest-zeitung

3. Fußball-Liga Schon wieder muss ein Nordclub direkt wieder runter

Am 21. Mai 2023 stand für den VfB Oldenburg der Abstieg aus der 3. Liga fest. Zuvor hatte das Team in Wilhelmshaven (dorthin war die Partie wegen einer Belegung des Marschwegstadions verlegt worden) mit 1:2 gegen den FSV Zwickau verloren.

Am 21. Mai 2023 stand für den VfB Oldenburg der Abstieg aus der 3. Liga fest. Zuvor hatte das Team in Wilhelmshaven (dorthin war die Partie wegen einer Belegung des Marschwegstadions verlegt worden) mit 1:2 gegen den FSV Zwickau verloren.

Imago/Rojahn

Oldenburg - Der Blick auf die Drittliga-Tabelle löst bei Fans von norddeutschen Fußball-Regionalligisten dieser Tage Verwunderung und wohl auch so etwas wie Bestätigung aus. Denn Tabellenführer SSV Ulm steht bereits als Aufsteiger in die 2. Liga fest, der Tabellenzweite Preußen Münster kann diesen Schritt an diesem Samstag am letzten Spieltag perfekt machen. Das Besondere daran: Ulm und Münster sind Aufsteiger.

Doppel-Durchmarsch?

Von einem solchen Durchmarsch, den Ulm (kam aus der Regionalliga Südwest) und Münster (aus Regionalliga West) da möglicherweise im Doppelpack vollbringen, sind Drittliga-Aufsteiger aus der Regionalliga Nord so weit entfernt wie deutsche Interpreten vom Sieg beim Eurovision Song Contest (auch wenn für den deutschen Vertreter Isaak dieses Mal ein respektabler zwölfter Platz heraussprang). Denn bereits seit Wochen steht fest, dass der VfB Lübeck die 3. Liga als Absteiger wieder verlassen muss. Das Team war im Vorjahr als Meister der Regionalliga Nord direkt aufgestiegen. Und damit setzen die Lübecker eine Serie fort, in der auch der VfB Oldenburg eine Rolle spielt. Denn bereits zum vierten Mal in Folge geht es für einen Aufsteiger aus dem Norden sofort wieder runter. 2020/21 war es ebenfalls der VfB Lübeck, der als Aufsteiger direkt wieder hinausfiel. 2021/22 machte der TSV Havelse in der 3. Liga mit, stieg als Vorletzter aber sofort wieder ab. 2022/23 war Oldenburg drittklassig, am Ende der Spielzeit ging es aber wieder in die Viertklassigkeit. Und nun knüpft Lübeck an diese unrühmliche Tradition an. Der VfB Oldenburg war damals beim Abstieg vom SV Meppen begleitet worden, der sich immerhin sechs Jahre in der 3. Liga gehalten hatte.

Der VfB Oldenburg (vorn Nico Knystock) und BW Lohne (links Thorsten Tönnies) haben beide die Regionalliga-Lizenz für die neue Saison erhalten.

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Keine Mittelklasse da

Eine norddeutsche Mittelklasse gibt es in der Liga daher nicht mehr. Nordteams steigen auf und direkt wieder ab, am oberen Ende sind Eintracht Braunschweig und der VfL Osnabrück mal Zweit- und mal Drittligist. Dazwischen sucht man Vereine aus dem Norden in der 3. Liga vergeblich. Die Gründe sind gemeinhin bekannt: Nordclubs sind strukturell und wirtschaftlich meist schwächer aufgestellt als Teams aus anderen Teilen Deutschlands. Wie gut die Voraussetzungen für Aufsteiger aus anderen Regionalligen sind, war schon im Vorjahr deutlich geworden. Da schaffte die SV Elversberg als Aufsteiger aus der Regionalliga Südwest den Durchmarsch in die 2. Bundesliga.

Emotionaler Typ: Maik Lukowicz (hier im Juni 2022 für den VfB Oldenburg im Aufstiegsspiel gegen Dynamo Berlin) will mit Werder Bremen II zurück in die Regionalliga.

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