Oldenburg - Seit einem Jahr sei zwar „Druck drauf“, sagt Daniel Pleines in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit, das die EWE Baskets Oldenburg im nächsten Lizenz-Antrag an die Basketball-Bundesliga (BBL) erstmals bearbeiten müssen. „Das ist hier aber schon länger ein Thema“, erklärt der Marketingleiter der Baskets. An einige geforderten Maßnahmen kann der Club deshalb fast schon einen Haken machen, ohne noch groß aktiv zu werden.
Allen voran bei den sozialen Projekten: Mit Baskets 4 Life und BASKita leistet der Club seit vielen Jahren Sozial- und Jugendarbeit, bewegt jede Woche 2000 Kinder in und um Oldenburg. „Da machen wir mehr, als die BBL fordert“, betont Pleines. Wie von der BBL gefordert installieren die Oldenburger auch einen Nachhaltigkeits-Manager, der den Überblick hat und demnächst von der BBL geschult wird. „Wir haben aber auch in jedem Unterbereich einen, der Beauftragter ist“, sagt Pleines. Denn das Thema betreffe alle Teilbereiche des Clubs.
Die Baskets wollen nicht nur die BBL-Leitlinien erfüllen. „Wir wollen eine eigene Baskets-Identität“, betont Pleines. Die noch etwas vage formulierten Anforderungen ermöglichen den Clubs einen gewissen Spielraum.
„Wir haben bei der Fülle an Themen erstmal geguckt, was unsere Partner für Prioritäten haben“, sagt Pleines. So wurde neben der Beleuchtung im Baskets-Center auch die in der Arena auf LED umgestellt – die Stadt als Eigner hat dabei schnell kooperiert.
Schon vor den BBL-Anforderungen haben die Baskets die Klatschpappen aus der Arena verbannt. Diese hätten bei jedem Heimspiel für einen riesigen Müllberg gesorgt. „Das gab erst einen Aufschrei“, berichtet Pleines: „Man muss aber eben auch mal einen unangenehmen Weg gehen.“
Mehr Unterstützung bekamen die Baskets dabei, den kompletten Fuhrpark auf E-Autos umzustellen – Energieriese EWE als potenter Partner sei Dank. Damit sei die Vorgabe zur CO2-Reduktion (betrifft alle Fahrten zu Spielen und zum Training) schon zu einem großen Teil abgedeckt. Nur der Teambus sei noch nicht umgestellt. Da haben die Baskets eher einen Standortnachteil – weil mehr BBL-Clubs im Süden beheimatet sind, haben die Nordclubs öfter lange Auswärtsfahrten. Mit einem E-Bus kämen teils mehrere lange Ladepausen hinzu – was sich im eng getakteten Spielplan negativ auf Training oder Regeneration auswirken kann.