Wildeshausen - Die Luft wird dünner für den VfL Wildeshausen in der Fußball-Landesliga: Während der Aufsteiger zum Rückrundenauftakt beim bisherigen Tabellenzehnten TV Dinklage mit 0:2 (0:2) seine zehnte Saisonniederlage kassierte, punkteten auch weitere Konkurrenten im Abstiegskampf – unter anderem SFN Vechta (11. Platz) mit 5:2 gegen Schlusslicht Germania Leer. Dadurch vergrößerte sich der Rückstand der Wildeshauser auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf jetzt schon neun Punkte.
„Auch wenn die Saison noch lang ist, bewerte ich unsere Situation als prekär“, sagte VfL-Trainer Marcel Bragula, der nicht leugnen wollte, „ganz schön gefrustet“ zu sein. In Dinklage wiederholte der VfL am Sonntag das Hinrundenergebnis, wobei das damalige 0:2 im August im heimischen Stadion zumindest noch eine vernünftige Leistung gewesen wäre, erinnert sich Bragula. Auf dem Dinklager Nebenplatz, der wie erwartet tief und matschig war, ging aus Wildeshauser Sicht insbesondere die erste Halbzeit völlig daneben. „Da war unsere Mannschaft irgendwie gar nicht richtig auf dem Platz. So darf man sich im Abstiegskampf nicht präsentieren“, fand der VfL-Coach deutliche Worte. Er vermisste die Aggressivität, bemängelte zudem viele verlorene Zweikämpfe. Zwei davon im Zentrum führten bezeichnenderweise auch zu den beiden Gegentoren – jeweils nach demselben Muster: Bastian Dödtmann bediente Felix Heuer, der sich im Eins-gegen-Eins-Duell mit Joel Kletta behauptete (25. und 32. Minute).
Wildeshausen hatte im ersten Abschnitt eine gute Chance durch Kevin Kari, der frei auf Leo Cedric Witte zulief – doch der Dinklager Torhüter blieb Sieger in diesem Duell. „Das wäre das 1:0 für uns gewesen“, trauerte Bragula dieser Szene etwas nach. Insgesamt jedoch ging die erste Halbzeit klar an die Platzherren: „Wir hätten uns auch über einen höheren Rückstand nicht beschweren dürfen.“
Nach dem Seitenwechsel war die Partie ausgeglichener. Rene Tramitzke und Lasse Härtel hätten das Ergebnis aus Sicht der Gäste freundlicher gestalten können, am Ende blieb es aber beim 2:0 für Dinklage. „Jetzt haben wir schon zwei Endspiele vor uns“, blickte Bragula auf die bevorstehenden Duelle gegen die beiden unmittelbaren Tabellennachbarn SSC Dodesheide und Viktoria Gesmold voraus.