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nordwest-zeitung

FÖJ im Nationalpark Wilhelmshaven Aktiver Einsatz für Natur- und Umweltschutz

Der FÖJ-ler Jan Länger (re.) gemeinsam mit einem Kollegen beim Außeneinsatz auf der Insel Mellum.

Der FÖJ-ler Jan Länger (re.) gemeinsam mit einem Kollegen beim Außeneinsatz auf der Insel Mellum.

B. Wiggering / NLPV

Wilhelmshaven - Die Zeit läuft. Wer im kommenden Sommer ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer absolvieren möchte, kann sich noch bis Ende Februar dafür bewerben. Jan Länger hatte das im vergangenen Jahr gemacht, ist seit August 2023 als Freiwilliger bei der Nationalpark-Verwaltung. Sein Urteil ist klar. „Ich kann jeden in einer Entscheidung für ein solches FÖJ nur bestärken.“

Rund 30 FÖJ-Stellen im Nationalpark

Mehr als 30 Plätze stellt der Nationalpark alljährlich für den Freiwilligendienst bereit, zwei davon direkt in der Verwaltung in Wilhelmshaven. Eine dieser FÖJ-Stellen ist im Bereich Umweltkommunikation angesiedelt und wurde 2023 zum ersten Mal besetzt - eben mit Jan Länger. Wer bei dem Wort Verwaltung an eine trockene Bürotätigkeit denkt, liegt falsch. Natürlich mache das einen wesentlichen Teil seiner Arbeit aus, sagt Länger. Texte für Pressemitteilungen und Newsletter schreiben, Fotos bearbeiten, Videos schneiden und Social-Media-Beträge erstellen - all das sind Tätigkeiten, die im Büro am Multimedia-Arbeitsplatz zu erledigen sind. Aber natürlich müssen die Inhalte irgendwo herkommen. Und nicht selten kümmert sich der FÖJ-ler selbst darum. Im Zuge des Freiwilligendienstes bestehe immer die Chance, zur Recherche raus in den Nationalpark zu kommen und draußen in der Natur zu arbeiten, sagt er. „So findet man sich zum Beispiel bei einer Probennahme auf einer Muschelbank wieder, stellt plötzlich Wildtierkameras auf der kleinen Insel Mellum auf oder interviewt Freiwillige mitten in der Heide auf Wangerooge.“

Jan Länger beim Videoschnitt an seinem Multimedia-Arbeitsplatz.

Jan Länger beim Videoschnitt an seinem Multimedia-Arbeitsplatz.

Hinzu komme die enge Zusammenarbeit mit den Social-Media-Teams in Hamburg und Schleswig-Holstein. „Zu diesem Zweck treffen wir uns regelmäßig zu Besprechungen in Hamburg. Also auch was Dienstreisen angeht, kommt man gut rum.“

Kostenloser WG-Platz in einer Dienstwohnung

Aber es sind nicht nur die vielseitigen Aufgaben, die Länger begeistern. Um eine Unterkunft in Wilhelmshaven etwa habe er sich nicht kümmern müssen. Die Nationalpark-Verwaltung stellt kostenlos eine komplett eingerichtete Dienstwohnung am Banter See, in der der FÖJ-ler Teil einer vierköpfigen WG ist. Es sei schon toll, die Natur direkt vor der Haustür zu haben und sich im Sommer im See abkühlen zu können. Und wenn man möchte, auch im Winter, ergänzt er schmunzelnd.

Zur Info

Das FÖJ bietet jungen Freiwilligen von 15 bis 25 Jahren die Möglichkeit, ein Jahr lang im Umwelt- und Naturschutz mitzuarbeiten. Dafür stellt das Land Niedersachsen 325 Plätze zur Verfügung. Davon sind über 30 Plätze auf den Nationalpark bzw. die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer ausgerichtet. Die Einsatzstellen bieten eine vielseitige Bandbreite an Aufgaben, von Führungen über Vogelforschung bis hin zu Social-Media-Management. Träger sind neben den Nationalpark-Informationseinrichtungen der Mellumrat e.V., der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Institut für Vogelforschung (IfV). In der Regel beginnt das FÖJ Anfang August oder Anfang September. Im Verlauf des Jahres besuchen die Teilnehmenden fünf Gruppenseminare mit anderen FÖJlern. Viele der Einsatzstellen stellen eine Unterkunft und manche auch Verpflegung zur Verfügung. Die monatliche Aufwandsentschädigung liegt in der Regel zwischen 180 und 300 Euro.Nähere Informationen zu den FÖJ-Stellen und Bewerbung auf dem Online Portal des FÖJ Niedersachsen: www.nna-foej.de

Von der WG bis zur Dienststelle an der Virchowstraße ist es nicht weit, mit dem Rad nur ein paar Minuten. Überhaupt seien es in der Regel eher kurze Wege, die zurückzulegen sind, betont Länger. Und sollte es tatsächlich einmal weiter sein, gibt es einen Dienstwagen. „Deshalb wäre es schon gut, vor dem FÖJ seinen Führerschein gemacht zu haben.“

Zweite Stelle kann sofort besetzt werden

Die zweite FÖJ-Stelle bei der Nationalpark-Verwaltung widmet sich dem Bereich Wildnispädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Konkret geht es um das Junior-Ranger-Programm für Kinder und Jugendliche. Zu den Aufgaben gehört die Organisation und Begleitung von mehrtägigen Outdoor-Camps und anderen erlebnisreichen Veranstaltungen im Weltnaturerbe. Da diese Stelle aktuell gerade freigeworden ist, könnte sie sofort bis Ende August kurzfristig vergeben werden. Interessierte können sich bei Jürgen Rahmel (juergen.rahmel@nlpvw.niedersachsen.de) melden.

Die zweite FÖJ-Stelle in der Nationalpark-Verwaltung ist beim Junior-Ranger-Programm angesiedelt und könnte spontan besetzt werden.

Die zweite FÖJ-Stelle in der Nationalpark-Verwaltung ist beim Junior-Ranger-Programm angesiedelt und könnte spontan besetzt werden.

Lutz Rector
Lutz Rector Stellv. Redaktionsleitung, Wilhelmshavener Zeitung
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