Oldenburg - Die Vorbereitung auf den Landespokal-Hit an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Kickers Emden begann Fuat Kilic schon in der Halbzeit des ersten Heimspiels der Regionalliga-Saison. Marc Schröder hatte gegen Teutonia Ottensen persönlich überragende und vom Team beeindruckende 45 Minuten gerade mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 gekrönt, da musste der ins Mittelfeld vorgezogene Verteidiger in der Kabine bleiben. „Marc kommt aus einer Verletzung heraus, da dürfen wir nichts riskieren“, begründete Kilic nach dem souveränen 5:2 (4:1) vor 2618 Zuschauern im Marschwegstadion.
So lief das Spiel
Das schwache 0:2 beim Saisonstart in Norderstedt vergessen machen, das war das Ziel des VfB im ersten Flutlicht-Heimspiel am Samstagabend – und das gelang auf starke Art und Weise. Schröder (4. und 45. Minute) und der ebenfalls groß auftrumpfende Rafael Brand (11. und 25.) waren die prägenden Figuren eines haushoch überlegenen Gastgebers. Stürmer Markus Ziereis sorgte für den Endstand (71.). Die Gäste kamen zum zwischenzeitlichen 1:3 durch Christian Stark (44.) und spielten nach einer Gelb-Roten Karte für Dren Feka (31.) lange Zeit in Unterzahl. Das 2:5 erneut durch Stark war nur noch Ergebniskosmetik (90.).
Das sagt der Trainer
„Wir haben uns nach dem verpatzten Start vorgenommen, mit einer anderen Einstellung und Leidenschaft auf den Platz zu kommen“, sagte Kilic, der auch personell einiges veränderte. Neben Schröder rückte auch Ermal Pepshi (20) in die Startelf, der VfB spielte zudem mit einer Dreier- statt einer Viererkette. Die größte Veränderung war aber, dass die Oldenburger im Vergleich zur Vorwoche viel besser in den Zweikämpfen und sich gegen überforderte Hamburger Chance um Chance erspielten. „Wir haben gute Ballpassagen und Geduld gehabt. Wir haben den Gegner auf den Flügeln vor Probleme gestellt und ihn durch tiefe Laufwege geknackt. Ich bin sehr zufrieden“, resümierte Kilic.
Ziereis’ Brustlöser
Schröder mit zwei Toren in 45 Minuten, Brand mit zwei Treffern plus einer Vorlage, Zugang Vjekoslav Taritas mit zwei Assists und Ziereis mit seinem ersten Saisontor stachen aus einer guten Mannschaft heraus. Vor allem Ziereis, auf den im Sturmzentrum nach dem Abgang von Max Wegner viel Druck lastet, merkte man die Erleichterung über seinen Treffer an – von den Fans wurde er dafür lautstark gefeiert. „Zwar habe ich mein erstes Tor in der jungen Saison erzielt, viel wichtiger ist es aber, dass wir eine Reaktion auf das Spiel in Norderstedt gezeigt haben. Das war extrem wichtig, denn in Norderstedt haben wir bodenlos gespielt“, sagte der Bayer selbstkritisch. Sein Team habe Teutonia „keine Luft zum Atmen gegeben“.
In der Tat hätte der VfB noch deutlich mehr Treffer erzielen können, vergab einige Chancen leichtfertig. „Wir waren befreit, wir waren beflügelt, wir haben uns bewegt, wir haben keinen Schnickschnack gespielt, wir haben nach vorne gespielt. Im Endeffekt müssen wir uns sagen, wir hätten noch mehr Tore schießen müssen“, sagte Patrick Möschl (bereitete das 3:0 durch Brand vor) – und richtete dann auch den Blick auf den Pokal-Hit. „Jetzt kommt am Mittwoch Kickers Emden. Das wird ein ganz anderes Spiel. Abends, Flutlicht, viele Fans – da freuen wir uns richtig drauf.“ So spielte der VfB: Peitzmeier - Adam, Deichmann, Pepshi (46. Hoffrogge) - Möschl, Schröder (46. Schäfer), Buchtmann (80. Hajdinaj), Mai (12. Tomety-Hemazro) - Brand (73. Meier), Taritas - Ziereis.