Oldenburg - In der Regionalliga Nord ist die Lage eindeutig: Spitzenreiter Hannover 96 II, der Tabellenzweite SV Meppen, der Vierte Phönix Lübeck und der Fünfte VfB Oldenburg haben fristgerecht bis zum 1. März ihren Lizenzantrag für die 3. Fußball-Liga gestellt. Damit gibt es einen Vierkampf um den Titel, auch wenn die Oldenburger bereits 14 Punkte Rückstand auf die Zweitliga-Reserve aus Hannover haben. Ein Überblick, wie es in den anderen vier vierten Ligen in Deutschland aussieht.
Das teilt der DFB mit
„Alle 20 Drittligisten sowie 25 Clubs aus der Regionalliga haben ihre Unterlagen eingereicht“, teilte der Deutsche Fußball-Bund in dieser Woche mit, ohne die Namen der Clubs zu nennen. „Angaben dazu, welche Regionalligisten genau ihre Unterlagen abgegeben haben oder wie viele Clubs aus den jeweiligen Staffeln der 4. Liga am Zulassungsverfahren teilnehmen, macht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Zulassungsverfahren nicht. Die öffentliche Kommunikationshoheit über die eigene Bewerbung liegt bei den Clubs selbst“, heißt es in der Mitteilung.
Bayern-Liga
Ein Extremfall ist die Bayern-Liga, die für die Regionalliga Nord in dieser Saison eine wichtige Rolle spielt – immerhin spielen die Meister der jeweiligen Staffeln in Hin- und Rückspiel den vierten Drittligaaufsteiger aus, während die Titelträger aus dem Nordosten, Westen und Südwesten in dieser Spielzeit direkt hochgehen. Aus jener Bayern-Liga haben lediglich zwei Vereine die Drittliga-Lizenz eingereicht – und einen Kampf um Platz eins gibt es damit de facto nicht mehr. Spitzenreiter Würzburger Kickers (56 Punkte) will hoch. Die Situation an der Spitze ist damit eindeutig, denn der einzige ernstzunehmende Verfolger DJK Vilzing möchte seinen Amateurstatus behalten und hat keinen Lizenzantrag gestellt. Nur Bayern München II soll sich zudem trotz Platz sieben und 23 Punkten Rückstand auf Würzburg für die 3. Liga beworben haben.
Regionalliga Nordost
Richtig spannend ist es dagegen im Nordosten. In Tabellenführer Greifswalder FC (49), Verfolger Energie Cottbus (47) und BFC Dynamo (47; 2022 der Relegationsgegner des VfB Oldenburg), VSG Altglienicke (37), Viktoria Berlin (37) und SV Babelsberg (37) sowie Carl Zeiss Jena (31) bewerben sich gleich sieben Vereine für einen Platz in Liga drei – so viele wie aus keiner anderen Viertliga-Staffel. Es spricht alles für einen Dreikampf an der Spitze, die anderen Vereine haben einen großen Rückstand.
Regionalliga West
Aus der Regionalliga West bewerben sich derweil die Top sechs der Liga: Alemannia Aachen (51), der von Ex-VfB-Trainer Dietmar Hirsch trainierte 1. FC Bocholt (48), Fortuna Köln (44), Wuppertaler SV (43), Rot-Weiß Oberhausen (38) und 1. FC Köln II (37) gehen ins Drittliga-Rennen.
Regionalliga Südwest
Aus der Regionalliga Südwest bewirbt sich sogar der aktuelle Tabellenneunte Kickers Offenbach (30). Spitzenreiter Stuttgarter Kickers (46), TSG Hoffenheim II (42) und FC 08 Homburg (40) sind jedoch schon weit enteilt. Auch die Erstliga-Reserven vom VfB Stuttgart (36) und Eintracht Frankfurt (32) haben hier ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht.
So geht es weiter
Die Bewerber aus der 2. Liga haben derweil noch bis zum 15. März Zeit, ihren Lizenzantrag einzureichen. „Voraussichtlich im Laufe des Aprils wird den Clubs der erste Bescheid zugehen. Darin wird dem jeweiligen Bewerber die wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit bestätigt oder mitgeteilt, ob er Bedingungen und/oder Auflagen zu erfüllen hat. Die Bewerber haben anschließend eine Einspruchsfrist von einer Woche“, beschreibt der Deutsche Fußball-Bund den weiteren Zeitplan.
