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Fußball-Regionalliga Wo der SSV Jeddeloh nach dem Feuer sein erstes Heimspiel austrägt

Haben bis Samstag noch viel zu tun: Jeddelohs Trainer Björn Lindemann (links) und der Sport-Geschäftsführer Gerhard Meyer.

Haben bis Samstag noch viel zu tun: Jeddelohs Trainer Björn Lindemann (links) und der Sport-Geschäftsführer Gerhard Meyer.

Volkhard Patten

Jeddeloh/Altenoythe - Der erste Schock ist überwunden: Eine Woche nach dem Brand in der Haskamp-Arena versuchen die Regionalliga-Fußballer des SSV Jeddeloh wieder in ihre normalen Abläufe zu kommen. Die größte Baustelle, einen Austragungsort für die noch ausstehenden drei Heimspiele in 2024 zu finden, wurde geschlossen. Am Samstag erwarten die Ammerländer um 15 Uhr auf dem Sportplatz des SV Altenoythe (Landkreis Cloppenburg) BW Lohne zum ersten ungewohnten Heimspiel.

Freunde helfen sich

Als Jeddelohs Sportlicher Leiter Olaf Blancke in der vergangenen Woche bei Altenoythes Fußballobmann Herbert Rolfes anfragte, wurde nicht lange überlegt. „Wir sind dicke Freunde. Wenn du in dieser Situation nicht hilfst, wann denn dann“, sagt Rolfes: „In dieser Situation möchte wirklich niemand stecken.“

Seitdem herrscht auch beim Bezirksligisten Hochbetrieb. „Da tut sich eine Baustelle nach der anderen auf. Aber das bekommen wir hin, da rücken wir zusammen“, sagt Rolfes. So wurden unter anderem Trainingszeiten und Jugendspiele umgelegt, damit die Jeddeloher ihre drei noch ausstehenden Heimspiele in 2024 in Altenoythe austragen können.

<p>                Freut sich auf Regionalliga-Fußball in Altenoythe: Herbert  Rolfes.             </p>

Freut sich auf Regionalliga-Fußball in Altenoythe: Herbert Rolfes.

„Trotz der freundlichen Aufnahme in Altenoythe ist bis Samstag noch viel zu tun“, weiß auch Gerhard Meyer, Jeddelohs Geschäftsführer Sport. Ein Sponsorenbereich, WC-Container, das Ticketing-System, das Catering, ein Fanbus, verschiedene Absperrungen auf dem Sportgelände – die Liste der Aufgaben ist lang. „Da fehlt uns noch ein bisschen die Erfahrung. Aber wir finden in Altenoythe gute Bedingungen vor und ich bin guter Dinge, dass wir das alles hinbekommen“, sagt Meyer. Dabei helfe es, dass der NordFV bei seinen Auflagen in der aktuellen Situation des SSV „auch Fünfe mal gerade sein lässt“, sagt Meyer. Auch das Streaming-Angebot der Partie soll bis Samstag vor Ort noch möglich gemacht werden.

Steht vor einer Ruine: Jeddelohs Gerhard Meyer betrachtete am Montagmorgen die Brandschäden an der Haskamp-Arena. An ein Heimspiel im Jahr 2024 in Jeddeloh glaubt er nicht mehr.

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Jeddeloh

Anlage Regionalliga-reif

Trotz der Zusatzarbeit freut sich Altenoythes Rolfes auf die Jeddeloher Heimspiele: „Regionalliga-Fußball direkt vor der Haustür, das hat doch was. Ich glaube, dass das reichlich Zuschauer ziehen wird.“ Darüber, ob die eigene Sportanlage nicht den Regionalliga-Ansprüchen genügt, macht sich Rolfes keine Sorgen. Beim Bezirksliga-Derby gegen Hansa Friesoythe Anfang September waren mehr als 1000 Zuschauer dabei. „Wir haben in den vergangenen Jahren alles neu gemacht. Die Tribüne ist toll geworden, die Kabinen haben Regionalliga-Niveau. Wir haben ein schönes Stadion“, sagt Rolfes.

Stehen vor einer Ruine: Karin Blankenburg (von links), Gerhard Meyer, Ammo Lukossek und Hartmut Bley, die Vorstandsmitglieder des SSV Jeddeloh, machten sich am Montagmorgen ein Bild von den Brandschäden auf der Sportanlage der Haskamp-Arena.

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Ein Umzug nach Oldenburg hatte sich für die Jeddeloher hingegen schnell zerschlagen. Im Marschwegstadion wären die Fixkosten zu hoch, im Hans-Prull-Stadion des VfL Oldenburg hätte wegen Terminüberschneidungen und Regionalliga-Vorgaben nur eine der drei Partien stattfinden können. „Jetzt können wir in Altenoythe unsere drei Heimspiele in 2024 auf Rasen austragen und haben Sicherheit für diese Lösung“, sagt Meyer.

Das Team werde in nächster Zeit derweil weiterhin in Husbäke und Edewecht trainieren. Die letzte Trainingseinheit werden Trainer Björn Lindemann und sein Team am Freitag aber in Altenoythe absolvieren, um ein Gefühl für den Platz zu bekommen.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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