Elsfleth/Marokko - Wüste, Oasen, Serpentinen, schon die erste Etappe der Rallye „Dust and Diesel“ hat viel zu bieten. Der Elsflether Markus Brüggemann und sein Team-Kollege Roland Licha reisen durch Westafrika, um Geld für das Kinderhaus des Vereins „AEPN Mauretanienhilfe“ zu sammeln.
3. Mai: Der Start
Die erste Etappe führt nach Fes. Zum Mittag gibt es Tagine. „Unterwegs noch einen süßen Tee und Kaffee, der jede Müdigkeit vergessen lässt“, schildert Brüggemann. Das Team „Buenaventura 76“ des Elsflethers gerät in eine der vielen Geschwindigkeitskontrollen, doch die marokkanische Polizei spricht ihnen nur ein freundliches „Willkommen in Marokko“ aus. Brüggemann fallen die unzähligen Storchennester auf den Funkmasten auf. „Ob wohl auch welche aus der Wesermarsch dabei sind?“
In Fes herrscht „ein Gewusel im Straßenverkehr“. „Man muss höllisch aufpassen“, sagt Brüggemann. Auf dem Campingplatz heißt es dann Zelt aufbauen, Abendbrot und das obligatorische Briefing. „21:30 Uhr der Muezzin ruft zum Gebet und nebenan traditionelle marokkanische Musik“, beschreibt Brüggemann.
Weite Landschaften und viel Sand: Der Elsflether Markus Brüggemann (links) und sein Teamkollege Roland Licha fahren bei der Rallye „Dust and Diesel“ in Westafrika teilweise auch auf der Route der Rallye Paris - Dakar.
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Diese Gelegenheit konnte sich der Elsflether Markus Brüggemann nicht entgehen lassen: Ein Foto mit einem Dromeda.
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Hier müssen die Fahrer schwindelfrei sein: Die Serpentinen in der Dades-Schlucht.
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Karge Landschaften, Oasen mitten im Wüstensand, Lehmbauten als Weltkulturerbe und ein Dromeda als persönliches Highlight: Der Elsflether Markus Brüggemann ist auf der Rallye Dust and Diesel in Westafrika unterwegs.
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Karge Landschaften, Oasen mitten im Wüstensand, Lehmbauten als Weltkulturerbe und ein Dromeda als persönliches Highlight: Der Elsflether Markus Brüggemann ist auf der Rallye Dust and Diesel in Westafrika unterwegs.
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Karge Landschaften, Oasen mitten im Wüstensand, Lehmbauten als Weltkulturerbe und ein Dromeda als persönliches Highlight: Der Elsflether Markus Brüggemann ist auf der Rallye Dust and Diesel in Westafrika unterwegs.
Privat4. Mai: Auf nach Marrakesch
Abfahrt nach Marrakesch um 7 Uhr. Nur ein Kaffee. Vorbei an fast ausgetrockneten Stauseen. Brüggemann gerät ins Grübeln: „Wie fangen die Marokkaner die Wasserknappheit auf?“ Kurz nach Ifrane kehren Brüggemann und Licha zum Frühstück ein: Rührei, Pfannkuchen, Baguette, Marmelade und Kaffee. Dazu frisch gepresster Orangensaft. Der Rest der Strecke ist wenig abwechslungsreich. Nach kurzer Suche findet das Team den Campingplatz. Der 5. Mai ist Ruhetag. Wer will, fährt mit dem Taxi in die Stadt. Brüggemann war schon einmal dort. Licha und er besuchen stattdessen einen Schrottplatz, der sie an die Fernsehsendung „Die Ludolfs“ erinnert: Ein großes Areal mit allen erdenklichen Ersatzteilen für Autos. „Alles läuft sehr diszipliniert ab. Man fährt vor und fragt nach dem benötigten Ersatzteil. Nach einiger Zeit und Suche bekommt man es. (...) Gelebtes Recycling!“, sagt er. Am nächsten Tag geht es von Marrakesch über Quarzazate und Tinerhir in die Dadés-Schlucht. Weiter entlang der Straße der Kashbas, einer uralten Handelsroute, vorbei an alten Berberfestungen, mit einem kurzen Abstecher zum Unesco-Weltkulturerbe Ait-Benhanddou mit seinen Lehmbauten.
7. Mai: die Wüste
Beim abendlichen Briefing weist Initiator Florian Schmidt eindringlich auf die Verhaltensweisen beim Fahren in der Wüste hin. Dazu gehört auch, die Luft bis auf 1 bar aus den Reifen zu lassen. Unterwegs trifft das Team auf einen Jungen und seine Schwester mit einem Dromeda. „Die Gelegenheit kann ich mir nicht entgehen lassen. Nach höflicher Anfrage darf ich ein Foto machen. Anschließend wird mir das Zugseil in die Hand gedrückt und ich führe das Tier“, erzählt Brüggemann. Nochmalige Einweisung, dann heißt es Luft ablassen. „Dadurch wird die Fahrstabilität im weichen Sand erhöht. Gleich zu Anfang fahren sich drei Fahrzeuge fest. 47 Grad sind es im Auto. Jetzt heißt es mit allen Schieben“, berichtet der Elsflether. Vorbei an einsamen Beduinen-Zelten geht es zum Erg Chebbi, gecampt wird in der Wüste. Der Sonnenuntergang bietet fantastische Farbspiele und es öffnet sich ein wunderschöner Sternenhimmel, schwärmt Brüggemann.
8. Mai: Route Paris-Dakar
„Sonnenaufgang. Ich suche mir mit einem Kaffee ein ruhiges Plätzchen auf einer Düne, bleibe aber nicht lange alleine“, erzählt er. Die Reifen werden wieder aufgepumpt. „Unser Kompressor verabschiedet sich nach dem ersten Reifen. Aber die Mitreisenden sind sofort mit Ersatz da. Tolle Fahrt auf der Piste der Route Paris-Dakar. Unterwegs werden wir von ,echten’ Rallye-Fahrzeugen überholt. Mit Höchstgeschwindigkeit rasen sie über die Piste. Da heißt es nur noch aus dem Weg fahren“, berichtet Brüggemann. Auf dem Campingplatz in Merzouga bauen sich Licha und Brüggemann zwischen zwei Fahrzeugen einen Sonnenschutz. „Wir liegen lethargisch im Schatten. Während vor dem Platz Bauarbeiter mit Betonarbeiten beschäftigt sind. In der Hitze trägt einer noch einen Pullover.“