Riepe - Ein großes Schild gegenüber der Grundschule – an der Ecke Fennenstraße/Oll Hofweg – weißt daraufhin: In Riepe entsteht ein neues Baugebiet. Mehr als acht Jahre hat es gedauert, das neue Wohngebiet auf den Weg zu bringen, schreibt Ortsbürgermeister Hannes Langer in einer Mitteilung des SPD-Ortsvereins Riepe. Ein Meilenstein. Denn das letzte größere Baugebiet, so Langer weiter, sei in den 1990er Jahren entwickelt worden und auch Ihlows Bürgermeister Arno Ulrichs bestätigte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass es bereits lange her sei, dass ein Baugebiet in Riepe umgesetzt worden ist. Inzwischen befinden sich die Erschließungsarbeiten in den letzten Zügen und die Grundstücke sind bereits in die Vermarktung gegangen.
42 Grundstücke
Ende 2023 begannen die Erschließungsarbeiten, wurde im Gespräch mit der Gemeinde Ihlow deutlich. 42 Grundstücke in einer Größenordnung von 571 bis 1158 Quadratmetern sind geplant, „sodass eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte“, so Arno Ulrichs. Sowohl der Bau von Einzel- als auch von Doppelhäusern ist möglich. Von den 42 Baugrundstücken sind 13 bereits vergeben, für weitere 13 liegen Reservierungen vor und 16 Flächen sind noch frei. Der Kaufpreis für ein Grundstück liegt bei 112 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Vermesserungskosten. Auf der Internetseite der Gemeinde Ihlow wird regelmäßig aktualisiert, welche Grundstücke noch zur Verfügung stehen.
Lange Wartezeit
Baugrundstücke, die lange auf sich haben warten lassen. Mehr als acht Jahre habe es gedauert, schreibt Ortsbürgermeister Langer, um das Baugebiet auf den Weg zu bringen. „Acht Jahre voller Planungen, Gespräche und Verzögerungen – eine Zeitspanne, die wir rückblickend kritisch betrachten müssen“, so Langer. Und weiter: „Gerade in einer Phase, in der Wohnraum stark nachgefragt wird, hätte der Prozess deutlich schneller vorangetrieben werden müssen.“
Auch Ulrichs betonte, dass die Gemeinde das neue Baugebiet gerne eher ausgewiesen hätte. Als einen Grund für die lange Wartezeit führte er an, dass die Flächen noch längere Zeit landwirtschaftlichen Betrieben gehörten. Ein weiterer Grund seien langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, die viel Zeit in Anspruch nehmen würden. Zudem habe das nasse Wetter die Erschließungsarbeiten verzögert.
Erschließungsarbeiten
Doch nun gehe es gut voran. Die Erschließungsarbeiten sind so gut wie abgeschlossen, Trinkwasser- sowie Stromleitungen werden noch verlegt und auch an der Breitwandversorgung werde noch gearbeitet. Seitens der Gemeindeverwaltung wird davon ausgegangen, dass die ersten Häuslebauer Ende in diesem oder Anfang des kommenden Jahres mit dem Bau der eigenen vier Wände beginnen können. „Zudem gehen wir davon aus, bis Ende 2025 den größten Teil der Grundstücke vermarktet zu haben“, so Ulrichs.
Wie Hannes Langer schreibt, zeigt die Entwicklung des Neubaugebietes, dass Riepe nicht stillsteht, sondern sich aktiv weiterentwickelt. „Auch wenn es länger gedauert hat als erhofft, sind wir froh, dass sich Riepe nun weiterentwickeln kann. Wir werden uns dafür einsetzen, dass künftige Bauprojekte in deutlich kürzerer Zeit realisiert werden, um den Menschen in unserem Ort schnellere Lösungen anbieten zu können.“